Zum einen steht die Profanierung der neuen Kirche von 1970 an, zum anderen muss eine Lösung für das leer stehende Pfarrhaus her. Beim Neujahrsempfang im Pfarrheim wurde dennoch positiv nach vorne geblickt.
Es sei eine Zeit des Wandels, machte Pfarrer Markus Grzibek deutlich und sprach die geringeren Mittel des Bistums für die Immobilien an. Beide Kirchen von Euerbach, die alte Balthasar-Neumann-Kirche sowie die neue Kirche von 1970, seien nicht mehr finanzierbar. Auch das nicht mehr benötigte Pfarrhaus werde keine Zuschüsse mehr bekommen.
Zudem werde der große Pastorale Raum Schweinfurt Nord-West künftig nur noch drei Pfarrerstellen haben. Daher sei das Engagement aller Kirchenmitglieder gefragt.
In seinem Rückblick verdeutlichte Kirchenpfleger Gerhard Scheller die Entscheidung für die alte Kirche als Hauptkirche für Euerbach. Die neue Kirche werde am 15. März in einem Gottesdienst um 10 Uhr profaniert. Aber auch künftig könnten dort Gottesdienste stattfinden.
Veranstaltungen verschiedenster Art sollen künftig in der neuen Kirche stattfinden. Genutzt wurde das zeltartige Gebäude im vergangenen Jahr bereits für ein Konzert mit dem Liedermacher Oliver Fietz sowie für die Aufführung des Liederzyklus „Josefs Tagebuch“ des Euerbachers Andreas Schmid.
In diesem Jahr sind weitere Konzerte geplant, dazu am 21. März die Theater-Aufführung „Die Legionäre“ durch die Sömmersdorfer Passionsspieler. Am Gründonnerstag, 2. April, wird es eine besinnliche Feier „Brot und Wein“ geben, informierte Bürgermeisterin Simone Seufert. Sie unterstützt die katholische Pfarrgemeinde, für die sie auch die Sternsingeraktion mitorganisierte. 34 Kinder zogen an Dreikönig durchs Dorf und sammelten 3100 Euro.
Kirchenpfleger Scheller erinnerte in seinem Blick auf die Immobilien an die erfolgte Sanierung der Kellerräume im Pfarrheim, dank des Engagements von Kirchenverwaltungsmitglied Arthur Arnold sowie der Pfadfinder. Eine „Baustelle“ sei die Zukunft des leer stehenden Pfarrhauses. Das Ziel sei, das Gebäude trotz etlicher Mängel zu erhalten und zu vermieten.
Für die Pfarrgemeinderatswahl am 1. März haben sich zehn Personen zur Kandidatur bereit erklärt, berichtete Scheller erfreut. Er warb auch um eine Teilnahme an der Kreuzbergwallfahrt im Mai.
Ihm sowie Pfarrer Grzibek war es dann ein Anliegen, das Ehepaar Luise und Waldemar Wehner zu ehren. Seit Jahrzehnten engagiert es sich in der Kirche, Luise Wehner lange im Pfarrbüro, ihr Mann in der Kirchenverwaltung und im Mesnerdienst. Zudem kümmern sich beide um die Einzahlung der Kollekte bei der Bank.
Ihnen gebührte ebenso Applaus wie dem Musik-Duo Julia Weiß und Kerstin Schubert, die den Neujahrsempfang musikalisch umrahmten.

